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«Digitalisierung kann zur Energieeffizienz beitragen»

15.04.2019

Am 15. April hat die Neue Energie Zürich zur Generalversammlung mit einem anschliessenden Anlass eingeladen. Der Anlass stand ganz im Zeichen der Digitalisierung. Neben den Referaten zu digitalem Bauen und Wohnen fand eine Führung durch die Arch_Tec_Labs der ETH statt und ein anschliessender Apéro.

 

Die Digitalisierung beschäftigt uns in allen Lebensbereichen, so auch in der Bauwirtschaft. Sei das vor dem Bau mithilfe von Planungsalgorithmen, während dem Bau mithilfe von Bauroboter oder nach dem Bezug im Rahmen von digitalisiertem Wohnen. Um an diesen Punkt zu gelangen, muss allerdings auch die Politik mitspielen. Die Generalversammlung und der anschliessende Anlass der Neuen Energie Zürich drehten sich genau um dieses Thema die Verknüpfung der Politik und Industrie. Der CEO der AEE Stefan Batzli informierte zu Beginn des Anlasses am 15. April über den kantonalen und nationalen Stand der Energiepolitik. Das Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und Politik ist sehr wichtig und eines der Hauptthemen der Neuen Energie Zürich.  

Vom digitalen Bauen…  

Ein Haus geplant und gebaut von Roboter? Für viele klingt das wie ein Sci-Fiction-Film ist aber bei der Firma Erne Alltag. Thomas Wehrle, CEO von Erne erklärt, wie digitale Vorfertigung die Energieeffizienz steigern kann. Für jedes Haus wird ein sogenannter «digitaler Zwilling» erstellt. So können Fehler und Revisionen vermieden werden. Zudem kann genau berechnet werden, wie viel Material benötigt wird. Ebenfalls kann die gesamte Haustechnik miteingeplant werden. Dank der Roboter, welche dann beim zusammenbauen helfen, kann eine grosse Menge vorgefertigt werden und die Bauzeiten stark verkürzt. Ein Projekt von 40 Millionen Bauvolumen kann so in nur zehn Monaten komplett fertiggestellt werden, inklusive Planung etc.  

…zum digitalen Wohnen  

Doch auch nach dem Bezug bleibt die Digitalisierung und die Energieeffizienz weiterhin ein Thema. In seinem Referat zu digitalem Wohnen stellt Adrian Obrist, CEO der Firma digitalSTROM, ihre intelligenten Lüsterklemmen vor. Alle elektrischen Geräte können mit ihnen vernetzt werden und können so miteinander «sprechen». Dadurch kann mehr Komfort, Sicherheit und schlussendlich Energieeffizienz erreicht werden. Über eine Plattform, wie zum Beispiel dem Smartphone können alle Geräte gesteuert und auf die Bedürfnisse der Bewohner angepasst werden.  

Der Ursprung 

Nun stellt sich nur noch die Frage, wie man überhaupt auf die Idee gekommen ist, Roboter für den Bau einzusetzen. In den Arch_Tec_Labs an der ETH wird bereits seit 2005 mit Roboter experimentiert. Auf der Führung durch das Baulabor sieht man verschiedene Roboter, welche mit Holz, Metall und Beton die kompliziertesten geometrischen Formen herstellen. Aber auch 3D-Drucker mit welchen zum Beispiel die Deckenmodule des neuen DFAB HOUSE im Nest an der Empa gedruckt wurden. Beim Bau mit Roboter werden weniger Emissionen ausgestossen, die Effizienz gesteigert und es können Formen gebaut werden, zu welchen Menschen schlicht nicht in der Lage wären.  

 

Was in der Theorie fantastisch klingt, liegt nun an jedem von uns dies auch in der Praxis umzusetzen. Denn die Schweiz ist in Sachen Erneuerbare Energien, Schlusslicht in Europa. Daher gilt umso mehr Stimmen sich erheben, desto besser. Beim abschliessenden Apéro wurden das Thema auf jeden Fall rege diskutiert.  

Wir bedanken uns herzlich bei allen Gästen und Referenten für einen interessanten und gelungenen Abend.  

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